Ein Kellerregal soll Vorräte, Werkzeug, Getränkekisten und Umzugskartons tragen, ohne zu wackeln oder nach einem feuchten Winter aufzuquellen. Gerade in Altbau-Kellern mit 2 bis 6 m² Fläche entscheidet das Material darüber, ob Ordnung dauerhaft funktioniert.
Für die meisten Mietwohnungen kommen drei Lösungen infrage: verzinktes Metallregal, Kunststoffregal oder Holzregal. Der Vergleich zeigt, welche Variante bei Feuchte, Traglast, Preis und Montage wirklich passt.
| Regalart | Stärken im Keller | Typischer Preis |
| Metall-Steckregal | Hohe Traglast, gute Belüftung, viele Größen | 35 bis 90 EUR |
| Kunststoffregal | Unempfindlich gegen Feuchte, sehr leicht, rostfrei | 25 bis 60 EUR |
| Holzregal | Leicht anzupassen, stabile Böden, wohnliche Optik | 30 bis 80 EUR |
| Kombination | Metall für Schweres, Kunststoff für Putzmittel, Holz für Leichtes | 70 bis 160 EUR |

Ein verzinktes Metall-Steckregal ist für viele Kellerabteile die sicherste Wahl. Übliche Maße sind 180 x 90 x 40 cm oder 180 x 120 x 45 cm. Damit passt ein Regal meist an die Rückwand eines Kellerabteils, ohne den Durchgang komplett zu blockieren.
Die Traglast liegt je nach Modell oft bei 70 bis 175 kg pro Boden, wichtig ist aber immer die Herstellerangabe. Ein Regal für 39 EUR aus dem Baumarkt kann für Vorräte reichen, während ein Schwerlastregal für 69 bis 110 EUR bei Werkzeugkoffern, Farbeimern und Getränkekisten sinnvoller ist.
In der Praxis lohnt sich verzinktes Metall vor allem in Altbau-Kellern, wenn die Luftfeuchte schwankt. Achten Sie auf Böden aus MDF: Diese sind bei günstigen Metallregalen häufig dabei und können bei dauerhaft feuchter Luft aufquellen. Besser sind Metallböden oder zumindest beschichtete Einlegeböden.
Kunststoffregale sind leicht, schnell aufgebaut und unempfindlich gegen gelegentliche Feuchte am Boden. Ein Regal mit 170 x 75 x 35 cm kostet meist 25 bis 45 EUR, größere Modelle mit 180 x 90 x 45 cm liegen eher bei 45 bis 70 EUR.
Der Vorteil ist die Pflege: Ein Kunststoffregal lässt sich abwischen, rostet nicht und ist für Putzmittel, Gartenkleinteile, Schuhe oder leere Kisten gut geeignet. Für volle Getränkekisten, Fliesenreste oder schwere Werkzeuge ist es nur geeignet, wenn die Traglast pro Boden ausdrücklich ausreichend ist.
Ein Nachteil zeigt sich bei schmalen und hohen Modellen. Sie können bei unebenem Kellerboden schneller kippen als Metallregale. Für ein 180 cm hohes Kunststoffregal sollten Sie besonders auf breite Füße, gerade Böden und eine möglichst gleichmäßige Lastverteilung achten.
Holzregale aus Fichte, Kiefer oder OSB sind günstig und einfach zu bearbeiten. Ein einfaches Kellerregal mit 170 x 80 x 40 cm kostet etwa 30 bis 55 EUR, stabilere Holzsysteme mit dickeren Böden liegen bei 60 bis 120 EUR.
Der große Vorteil: Holz lässt sich kürzen, verschrauben und an Nischen anpassen. In einem Keller mit niedriger Decke, zum Beispiel 195 cm im Altbau, kann ein Holzregal passend zugesägt werden. Das ist besonders nützlich, wenn Rohre oder Stromleitungen an der Wand laufen.
Der Nachteil ist Feuchte. Holz nimmt Feuchtigkeit auf, kann sich verziehen und sollte nie direkt auf einem nassen Kellerboden stehen. Sinnvoll sind Kunststofffüße, Gummipuffer oder 2 bis 3 cm Abstand zum Boden. Zur Wand empfehle ich mindestens 5 cm Luft, damit keine Stockflecken entstehen.
Wenn Sie gleichzeitig andere Stauraumlösungen planen, passt ein Blick auf Stauraum im Keller planen gut dazu. Die Aufteilung entscheidet oft stärker über Ordnung als die Regalart allein.
Viele Fehlkäufe entstehen, weil nur der Regalpreis betrachtet wird. Für ein funktionierendes Kellerabteil zählen aber auch Boxen, Wandabstand, Bodenunebenheiten und die Laufwege. Ein 90 cm breites Regal klingt kompakt, kann in einem 120 cm breiten Kellerabteil aber bereits zu eng sein, wenn davor Kartons stehen.
Für ein typisches Kellerabteil mit 2,5 m², etwa 1,25 m breit und 2,00 m tief, ist ein Regal mit 180 x 80 x 35 cm oft besser als ein tiefes 45 cm Modell. Bei 40 bis 45 cm Tiefe passen Getränkekisten und große Boxen gut hinein, der Gang wird aber schmaler. Bei 30 bis 35 cm Tiefe bleibt mehr Bewegungsfläche.
Rechnen Sie bei einem einfachen Ordnungssystem mit folgenden Kosten: ein Metallregal 49 EUR, sechs stapelbare Kunststoffboxen mit Deckel je 8 EUR, also 48 EUR, und vier Antirutschmatten oder Bodenschoner für zusammen 10 bis 15 EUR. Damit liegt eine solide Lösung bei etwa 107 bis 112 EUR.
Wer zwei Regale kombiniert, sollte realistischer kalkulieren. Ein Schwerlastregal für 79 EUR, ein Kunststoffregal für Putzmittel für 39 EUR, zehn transparente Boxen für 70 EUR und Beschriftungsetiketten für 6 EUR ergeben zusammen rund 194 EUR. Für eine Familie in einer 75 m² Altbauwohnung in Hamburg mit gemeinsamem Keller ist das oft sinnvoller als drei billige Wackelregale.
Erfahrungsgemäß ist die Traglast pro Boden wichtiger als die Gesamttraglast. Wenn ein Hersteller 875 kg Gesamtlast nennt, bedeutet das nicht, dass ein einzelner Boden beliebig belastet werden darf. Verteilen Sie schwere Gegenstände unten und lagern Sie leichte Dinge wie Weihnachtsdeko, Koffer oder leere Blumentöpfe oben.
Für Orientierung bei Sicherheit und regelmäßiger Sichtprüfung kann die DIN EN 15635 hilfreich sein, auch wenn sie vor allem gewerblich genutzte Regalanlagen behandelt. Im privaten Keller heißt das praktisch: beschädigte Stützen nicht ignorieren, Traglasten nicht überschreiten und Regale nach dem Umräumen kurz auf Standfestigkeit prüfen.

Im Mietkeller gilt zuerst: Das Regal darf andere Mieter nicht behindern und keine Flucht- oder Gemeinschaftswege verstellen. In vielen Häusern sind Kellerabteile durch Lattenverschläge getrennt. Dort sollten schwere Regale nicht an dünnen Holzlatten befestigt werden, weil diese keine sichere Tragstruktur bieten.
In einer Mietwohnung sollten Sie vor dem Bohren in Kellerwände den Mietvertrag und die Hausordnung prüfen. Kleine Dübellöcher innerhalb des eigenen Kellerabteils sind oft unkritischer als Eingriffe in Gemeinschaftsflächen, trotzdem bleibt Rückbaubarkeit wichtig. Bei unsicherer Bausubstanz oder feuchten Wänden ist freistehend oft besser.
Typischer Fehler in deutschen Altbauwohnungen: Das höchste Regal wird bis knapp unter die Kellerdecke gestellt, ohne den Boden zu prüfen. Viele Kellerböden sind uneben, haben Gefälle zum Ablauf oder alte Estrichkanten. Legen Sie keine Holzkeile lose unter, sondern nutzen Sie verstellbare Füße oder flächige Unterlagen.
Bei Metall-Steckregalen sollten die Laschen sauber einrasten. Ein Gummihammer für 5 bis 10 EUR erleichtert die Montage, ohne die Beschichtung stark zu beschädigen. Nach dem Aufbau sollten Sie die Diagonale prüfen: Wenn das Regal schief steht, hilft oft ein leichtes Nachklopfen der Böden und ein erneutes Ausrichten.
Bei Regalen über 180 cm Höhe und geringer Tiefe ist eine Kippsicherung sinnvoll. Ein Wandwinkel-Set kostet meist 8 bis 18 EUR. In Mietwohnungen kann alternativ eine schwere Beladung im unteren Bereich helfen, ersetzt aber keine sichere Befestigung bei Kindern, häufigem Zugriff oder sehr schmalen Regalen.
Wenn Sie auch im Wohnbereich Ordnung schaffen möchten, ist Regale an Trockenbauwand befestigen ein sinnvoller Anschluss. Dort gelten andere Lastregeln als an massiven Kellerwänden.
Bei muffigem Geruch, sichtbarer Feuchte am Boden oder Außenwänden mit Salzausblühungen ist Kunststoff oder verzinktes Metall klar im Vorteil. Holz sollte nur verwendet werden, wenn der Keller trocken bleibt und das Regal mit Abstand zur Wand steht. Lagern Sie Textilien, Bücher und Papier in solchen Kellern möglichst nicht offen.
Ein einfacher Hygrometer kostet 8 bis 20 EUR und hilft bei der Einschätzung. Liegt die relative Luftfeuchte häufig über 65 Prozent, sollten empfindliche Dinge in dicht schließende Boxen. Dauerhafte Feuchteprobleme lösen Regale nicht. Hier ist Lüften nach Witterung und gegebenenfalls eine Prüfung der Bausubstanz wichtiger.
Im Neubau sind Keller oft trockener, heller und besser zugänglich. Hier können Holzregale gut funktionieren, vor allem wenn sie nicht direkt an Außenwänden stehen. Metall bleibt dennoch die robustere Wahl, wenn Fahrradzubehör, Werkzeug, Farbeimer oder Akten archiviert werden.
Bei Neubauten mit Technikräumen ist Abstand zu Heizungsanlage, Zählern und Leitungen wichtig. Stellen Sie Regale nicht vor Absperrhähne, Sicherungskästen oder Revisionsöffnungen. Solche Bereiche müssen zugänglich bleiben, auch wenn der Keller knapp bemessen ist.
In einer WG oder einem Mehrpersonenhaushalt zählt Übersicht stärker als maximale Traglast. Transparente Boxen für 6 bis 12 EUR pro Stück und klare Beschriftung vermeiden Streit. Pro Person kann ein Regalboden oder eine eigene Boxenfarbe festgelegt werden.
Ein Kunststoffregal reicht für leichte Dinge wie Sporttaschen, Putzmittel und saisonale Deko. Für gemeinsame Vorräte oder Werkzeug ist ein Metallregal sinnvoller. Wichtig ist, dass schwere Dinge nicht oben landen, weil jeder schnell etwas abstellt.
Für volle Getränkekisten, Konserven und größere Vorräte ist ein Metallregal mit mindestens 45 cm Tiefe am praktischsten. Eine Standard-Getränkekiste hat ungefähr 40 x 30 cm Grundfläche. Zwei Kisten nebeneinander brauchen also mindestens 80 cm Regalbreite.
Lebensmittel sollten nicht direkt auf dem Boden stehen. Ein unterer Regalboden mit 10 bis 15 cm Abstand zum Boden schützt vor Spritzwasser und erleichtert das Putzen. Für Kartoffeln und Zwiebeln eignen sich offene Kisten, für Mehl, Reis und Tierfutter besser geschlossene Boxen.
Mehr zur sinnvollen Aufteilung von Vorräten finden Sie passend unter Vorratsschrank organisieren. Gerade kleine Keller profitieren von festen Kategorien.
Meist ist ein Kunststoffregal oder ein verzinktes Metallregal besser als Holz. Kunststoff rostet nicht, Metall trägt mehr Gewicht. Wichtig sind Wandabstand von mindestens 5 cm und keine Lagerung empfindlicher Dinge direkt auf dem Boden.
Für schmale Keller reichen 30 bis 35 cm Tiefe. Für Getränkekisten, große Vorratsboxen und Werkzeugkoffer sind 40 bis 45 cm praktischer. Messen Sie vorher den verbleibenden Gang, damit Sie sich noch sicher bewegen können.
Das hängt von Mietvertrag, Hausordnung und Wandbereich ab. Innerhalb des eigenen Kellerabteils sind kleine Befestigungen oft eher akzeptabel als in Gemeinschaftsflächen. Im Zweifel Vermieter fragen und eine rückbaubare Lösung wählen.
Ein einfaches Kunststoffregal kostet etwa 25 bis 60 EUR. Ein brauchbares Metallregal liegt meist bei 35 bis 90 EUR, ein stabileres Schwerlastregal bei 70 bis 120 EUR. Boxen, Etiketten und Kippsicherung kommen zusätzlich dazu.
Ja, wenn der Keller trocken ist und das Holz nicht direkt auf Boden oder feuchter Außenwand steht. In dauerhaft muffigen oder nassen Kellern ist Holz riskant, weil es Feuchte aufnimmt und sich verziehen kann.
Stellen Sie schwere Gegenstände nach unten, richten Sie das Regal auf ebenem Untergrund aus und nutzen Sie bei hohen, schmalen Modellen eine Kippsicherung. Ein Wandwinkel-Set kostet meist 8 bis 18 EUR und erhöht die Sicherheit deutlich.