Wasserschäden sind eine der häufigsten und teuersten Schäden in deutschen Haushalten. Ein geplatzter Schlauch an der Waschmaschine, ein defektes Ventil oder ein undichtes Rohr können schnell tausende Euro Schaden verursachen. Mit einem smarten Wassersensor und einer automatischen Absperrung können Sie rechtzeitig gewarnt werden und im Idealfall das Wasser automatisch abstellen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Systeme es gibt, wie sie funktionieren und worauf Sie bei der Installation achten sollten.

Ein Wassersensor besteht aus einem kleinen Gerät mit zwei oder mehr Metallkontakten am Boden. Sobald Wasser die Kontakte schließt, wird ein Signal ausgelöst. Im Smart-Home-System (z.B. Homematic, Fibaro, Bosch Smart Home) wird dieses Signal an eine Zentrale gesendet, die dann eine Benachrichtigung auf Ihr Smartphone schickt. In Kombination mit einem motorischen Kugelhahn oder einem Magnetventil kann das Wasser automatisch abgesperrt werden.
Homematic IP ist in Deutschland weit verbreitet und bietet einen zuverlässigen Wassersensor (HmIP-SWD). Er erkennt bereits geringe Wassermengen und ist batteriebetrieben (hält ca. 2 Jahre). Die Reichweite zum Homematic IP Access Point beträgt bis zu 400 m im Freifeld. Preis: ca. 30-40 €. Für die automatische Absperrung gibt es das Homematic IP Ventil zur Nachrüstung an bestehenden Kugelhähnen (ca. 100 €).
Fibaro (Z-Wave) ist ebenfalls sehr beliebt. Der Fibaro Flood Sensor (FGFS-101) ist kompakt und kann auch Temperaturen messen. Er ist mit vielen Z-Wave-Zentralen kompatibel (z.B. Homee, RaZberry). Preis: ca. 35-50 €. Für die Absperrung gibt es Z-Wave-fähige motorische Kugelhähne von Fibaro oder Drittanbietern wie Danfoss.
Bosch Smart Home bietet einen Wassersensor (Twinguard) an, der auch Rauch und Kohlenmonoxid erkennt. Allerdings ist er teurer (ca. 70 €). Die automatische Absperrung ist nur über den Bosch Smart Home Controller mit dem „Wasserstop“-Aktor möglich, der direkt an die Hauptwasserleitung angeschlossen wird (ca. 200 €).
Für die automatische Absperrung gibt es zwei gängige Lösungen:
Beide Varianten benötigen in der Regel 230 V Strom und sind nur für Kaltwasser geeignet. Für Warmwasserleitungen sind spezielle Ventile nötig.
Die Wasserfeder in unserem Badezimmer warnt uns frühzeitig vor Leckagen, indem sie kleinste Feuchtigkeitsmengen erfasst. Dank dieser Technologie können wir Wasserschäden vermeiden und die automatische Absperrung sorgt für sofortige Sicherheit.

Der Wassersensor sollte an folgenden Stellen platziert werden:
Wichtig: Der Sensor muss flach auf dem Boden aufliegen, damit er Wasser zuverlässig erkennt. Bei Fliesen mit Gefälle kann es sinnvoll sein, den Sensor an der tiefsten Stelle zu platzieren.
Ein Wassersensor ist eine günstige und effektive Investition, um teure Wasserschäden zu vermeiden. Für rund 100-200 € Gesamtkosten (Sensor + Absperrung) haben Sie eine zuverlässige Lösung. Besonders empfehlenswert sind Homematic IP und Fibaro, da sie einfach nachrüstbar sind und mit vielen Smart-Home-Zentralen funktionieren. Wer keine automatische Absperrung möchte, kann auch nur den Sensor nutzen und bei Alarm manuell absperren – das ist immer noch besser als gar keine Warnung.